»Plan und Chaos liegen dicht beieinander«
Die »Wandzeitung« der EDV im Stahl- und Walzwerk Brandenburg Havel (SWB)
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Wandzeitung der EDV-Abteilung im Stahl- und Walzwerk Brandenburg Havel (SWB)Geschrieben von sechs Personen (drei Frauen und drei Männer) aus dem Organisations- und Rechenzentrum (ORZ), d. h. der Computerabteilung, des Stahl- und Walzwerks Brandenburg an der Havel
- Erschienen
- Ende 1979
- Umfang
- 32 Seiten
- Archiv
- Industriemuseum Brandenburg an der Havel
In Brandenburg an der Havel stand zu Zeiten der DDR das größte Stahl- und Walzwerk des Landes. Dort wurden ab den 1960er Jahren zunehmend Computer zur elektronischen Datenverarbeitung eingesetzt. Diese unterstützten nicht nur den Produktionsprozess, sondern auch die Lohnbuchhaltung. Die Computer mussten programmiert, gewartet und bedient werden. Ab 1969 war hierfür das sogenannte Organisations- und Rechenzentrum (ORZ) zuständig.1 In der Abteilung arbeiteten zwischen 150 und 200 Menschen an und mit den Computern, meist im Schichtsystem. Insbesondere in den Nachtschichten gab es auch Leerläufe, wenn etwa die einzige Aufgabe in der Überwachung der Rechner bestand. In solchen Nächten breitete sich oft Langeweile aus, und so kam es, dass sich einige Mitarbeiter:innen der EDV die Zeit mit der Gestaltung einer Scherzzeitung vertrieben. In diesem Beitrag soll es um die Frage gehen, was aus dieser Quelle herausgelesen werden kann und wie sie im Kontext der Geschichte des Stahl- und Walzwerks sowie der Geschichte der Digitalisierung der DDR einzuordnen ist.2
Die Wandzeitung/Scherzzeitung des ORZ
Zunächst sind ein paar Bemerkungen zur Zeitung vonnöten: Diese umfasste 32 Seiten, wovon heute noch 26 plus Titelseite erhalten sind, und wurde Ende 1979 einmalig von sechs Personen aus dem ORZ herausgegeben.3 In ironischer Anlehnung an die in der DDR üblichen Wandzeitungen in Betrieben wurde sie dabei anfangs auch im Werk aufgehängt. Solche Wandzeitungen waren dazu da, über die Leistungen des Betriebs zu berichten, wobei diese Berichte mal mehr, mal weniger der Wahrheit entsprachen. Zugleich dienten sie der »Festigung des Klassenstandpunktes«, was praktisch bedeutete, dass sie in vielen Fällen vor allem die offizielle Propaganda der SED und des Staates wiedergaben.4
Die Scherzzeitung der EDV machte rasch die Runde und wurde von vielen der insgesamt rund 180 Mitarbeitenden der Abteilung gelesen. Ihre Artikel beschäftigen sich ironisch mit »der grandiosen Prozeßtechnik«5 und den organisatorischen Problemen im Organisations- und Rechenzentrum oder machen sich über Vorgesetzte lustig: »Achtung, Achtung! […] Fähiger Leiter für die Rechenstation gesucht.«6 Schließlich finden sich auch grenzwertige, gar beleidigende Aussagen gegenüber bestimmten Kolleg:innen, die man heute als Mobbing bezeichnen würde.7
Obwohl sicherlich nicht alle glücklich über die Zeitung waren und es auch Kritik vonseiten der Vorgesetzten gab, wurde sie weder zensiert noch verboten. Außerdem wurde keiner der Beteiligten bestraft, zumindest nicht direkt. Ob es indirekte Konsequenzen gab, beispielsweise indem eine Person bei einer Beförderung übergangen wurde, ist nicht bekannt. Einer der Herausgeber wurde indes einige Jahre später Leiter des Rechenzentrums und stieg in der SED auf.8 Das spricht dafür, dass die Gestaltung und betriebsinterne Veröffentlichung der Zeitung keine schwerwiegenden beruflichen oder politischen Konsequenzen für die Redaktion aus dem ORZ hatte. Wichtig ist auch zu betonen, dass die Autor:innen zwar Scherze auf Kosten von Vorgesetzten, der DDR und deren technischer Rückständigkeit machten, es sich hier aber (nach einhelliger Einschätzung der Beteiligten) nicht um eine Oppositionszeitung handelte. Die Verfasser:innen verfolgten nach eigener Aussage keine politischen Ziele mit der Zeitung, sondern wollten sich vor allem kreativ die Zeit vertreiben.9 Das bedeutet allerdings nicht, dass die Scherzzeitung nicht politisch gewesen wäre. So verhandelten die Autor:innen in ihren Artikeln sowohl die Situation im Organisations- und Rechenzentrum des Werkes wie auch in der DDR und gaben damit ihre persönliche Einordnung der politischen Lage wieder.
Welche Bedeutung hat die Scherzzeitung nun als Quelle für die Geschichte der Computerisierung in der DDR?
Die Wandzeitung/Scherzzeitung als Quelle interpretieren
Nach ihrem Druck wurde sie, wie beschrieben, von vielen Beschäftigten des Organisations- und Rechenzentrums im Stahl- und Walzwerk gelesen.10 Allerdings erschien die Zeitung nur einmal, war sehr polemisch und teilweise beleidigend in ihrer Sprache. Bekannt ist auch, dass sie nur im ORZ gelesen wurde, nicht zur weiteren Verbreitung gedacht war und nicht zensiert wurde.11 Letzteres ist wichtig. Es spricht dafür, dass die Artikel ziemlich ungefiltert die Meinung der sechs Herausgeber:innen wiedergeben. Das ist aber noch nicht alles. Die Zeitung liefert auch Informationen über die Arbeitsbedingungen in der Abteilung, das Arbeitsklima und die Unternehmenskultur.
Dabei erscheint es interessant, näher darüber nachzudenken, ob die Quelle auch Erkenntnisse im Hinblick auf die Existenz digitaler Ungleichheiten liefern kann. Die Einführung von Computern ging in vielen marktwirtschaftlich orientierten Ländern mit sozialen Veränderungen und neuen Ungleichheiten einher. Es entstanden neue, gut bezahlte Berufe wie etwa der des Programmierers (deutlich seltener der Programmiererin). Zugleich entstanden viele schlecht bezahlte Jobs, beispielsweise in Rechenzentren, in denen die EDV-Fachkräfte zudem oft im Schichtsystem arbeiten mussten. Die schlecht bezahlte Computerarbeit wurde überproportional oft von Frauen geleistet.12
Für die Geschichte der Computerisierung der DDR ist die Frage, ob die Digitalisierung mit neuen Ungleichheiten einherging, bisher nur sporadisch erforscht. Belegt ist, dass die Computerarbeiter:innen in der Regel keine höheren Löhne erhielten, als sie sonst in der Industrie gezahlt wurden, und die Gehaltsunterschiede − etwa zwischen Locher- und Programmierer:innen − zwar durchaus vorhanden, aber nicht größer waren als in anderen Berufsfeldern.13 Allerdings entstanden im Zuge der Digitalisierung durchaus geschlechterbezogene Ungleichheiten.14 Zudem profitierten bestimmte Personen von politischen Privilegien, beispielsweise der Möglichkeit, beruflich veranlasste Reisen ins sozialistische und westliche Ausland zu unternehmen.15 Einige dieser Dimensionen von Ungleichheit kommen auch in der »Scherzzeitung« zur Sprache.
Das blaue Wunder – Wie der Computer ins Stahl- und Walzwerk Brandenburg an der Havel kam © 2026 Aike Arndt, Michael Homberg, Johannes Kleinmann, Dinah Pfau (Vorabdruck März 2026)
Das blaue Wunder – Wie der Computer ins Stahl- und Walzwerk Brandenburg an der Havel kam © 2026 Aike Arndt, Michael Homberg, Johannes Kleinmann, Dinah Pfau (Vorabdruck März 2026)
Zu Beginn der Zeitung gibt es eine kurze »Einleitung« und die »10 Gebote der EDV-Moral« − vermutlich eher in Anlehnung an Walter Ulbrichts »Zehn Gebote der Sozialistischen Moral und Ethik« (1958) als an die alttestamentarische Version. Bereits hier zeigt sich, dass die Computerarbeiter:innen des ORZ die Propaganda vonseiten der SED bzw. des Staates nicht allzu ernst nahmen bzw. ironisch hinterfragten. Dies wird auch an der ironischen Beschreibung der »Fortschritte« im einleitenden »Referat« deutlich. Zudem imitiert der Text die Jubelberichterstattung des Staates: Jeder Absatz wird mit »starkem« oder »stürmischem Beifall« beschlossen, das Referat endet mit dem »spontanen Absingen der ›Internationale‹«. Ironisch wird von der Inbetriebnahme »des weltniveaubestimmenden sowjetischen Rechners EC 1022« oder dem »mit höchster Präzision arbeitenden ES 1010 aus dem volksdemokratischen Ungarland« berichtet.16 Diese Zitate aus der Zeitung zeigen ebenso wie die »zehn Gebote«, dass den Computerexpert:innen durchaus bewusst war, dass die Computertechnik der DDR und der »Bruderstaaten« nicht dem Weltstandard entsprach. So heißt es in »Gebot 10«: »Du sollst nicht nach dem Computer-Niveau des Klassenfeindes schielen, denn es ist nur Fassade.«17
Dass so offen über diese Probleme gesprochen wurde, verweist indes zugleich darauf, dass im ORZ des Stahl- und Walzwerks gewisse politische Freiheiten herrschten. Die Computerarbeiter:innen konnten sich nicht nur Scherze auf Kosten ihrer Vorgesetzten, sondern auch auf Kosten der SED und der DDR generell erlauben. Auch im Staatssozialismus existierten immer wieder Nischen, in denen sich die Menschen relativ frei austauschen konnten. Warum solche Verhaltensweisen gerade im ORZ akzeptiert wurden, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen. Einiges deutet jedoch darauf hin, dass die Leitung der Computerabteilung ein Auge zudrückte, solange die Arbeiter:innen gute Arbeit leisteten und die Zeitung im ORZ verblieb. Dafür spricht auch, dass Computerexpert:innen in der DDR allgemein wie auch im Werk selbst rar waren und es lange Zeit dauerte, bis sie in der Bedienung der jeweiligen Computer geübt waren. Sie konnten nicht einfach ersetzt werden.18 Dabei zeigt sich, dass auch in der DDR nicht alle Berufsgruppen gleich behandelt wurden. Gut ausgebildete Expert:innen in Mangelberufen konnten sich Freiheiten herausnehmen, die andere den Job gekostet hätten.
Schließlich erlaubt die Quelle Rückschlüsse auf die Geschlechterverhältnisse und -rollen innerhalb des Organisations- und Rechenzentrums. So lautet Artikel 3 der »10 Gebote der EDV-Moral«: »Du sollst nicht schwanger werden bzw. innerhalb von OR tüchtige weibliche Arbeitskräfte befruchten.« Auf Seite 15 werden gleich fünf Witze erzählt, die jeweils davon berichten, wie schrecklich die Ehe für Männer sei. Generell ist die Sprache der Zeitung aus heutiger Sicht hochgradig sexistisch. Dies ist indes kein Spezifikum des ORZ, sondern vielmehr typisch für die späten 1970er Jahre in der DDR und in gleichem Maße auch in der BRD.19
Das vierte Gebot könnte überdies auf einen weiteren Ungleichheitsaspekt hinweisen. Dort heißt es: »Du sollst nicht ständig ein Mißverhältnis zwischen deinen Leistungen und der Entlohnung sehen.« Die schreibende Person scheint die Bezahlung also als ungerecht bzw. zu niedrig zu empfinden. Was genau hinter dieser Aussage steckt, lässt sich hier allerdings nicht nachvollziehen.
Chancen und Grenzen der Quelle
Die Wandzeitung gibt einige interessante Einblicke in das betriebliche Leben der Computerabteilung des Stahl- und Walzwerks Brandenburg und stellt damit eine wichtige Ergänzung zu anderen archivalischen Quellen oder Zeitzeug:innengesprächen dar. Sie regt dazu an, über die Handlungsspielräume der – vermeintlich unpolitischen – EDV-Expert:innen20 nachzudenken und der Frage nachzugehen, warum sich gerade die Computerarbeiter:innen solch eine »Frechheit« wie diese Zeitung leisten konnten. Dabei ist es wichtig, die Funktionen politischer Witze im Kontext einer Diktatur zu berücksichtigen. Einerseits dienten sie als Ventil, wo offene Kritik an den Zuständen nicht möglich war, und waren somit eine Form subversiver Kritik am Regime sowie an den ökonomischen und sozialen Zuständen. Vor allem in den 1950er und 1960er Jahren verfolgte die DDR politische Witze streng als »staatsfeindliche Hetze«.21 Dies änderte sich in den 1970er und 1980er Jahren, in denen sie zunehmend weit verbreitet waren und auch von SED-Funktionär:innen gerne erzählt wurden. Solche Äußerungen wurden nun meist nur noch mit einer Ermahnung geahndet.22 An diesen Entwicklungen zeigt sich, dass die offiziellen Sprachregelungen und Verlautbarungen zunehmend nicht mehr ernst genommen wurden.
Zugleich ergibt sich aus der Quelle aber auch die Frage nach dem Verhältnis von lokalen und nationalen Bedingungslagen der Digitalisierung in der DDR − etwa bezüglich der Gleichberechtigung von Frauen. Denn gerade diese Zeitung verdeutlicht eindrucksvoll die Notwendigkeit, digitale Ungleichheiten auch auf lokaler Ebene zu untersuchen.23
Footnotes
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1
Industriemuseum Brandenburg an der Havel: Archiv 1969-1979: Chronik der EDV im SWB, S. 14.
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2
Als Ergänzung zu dieser Quelle vgl.: Johannes Kleinmann, Lokale Dynamiken der Digitalisierung seit den späten 1960er Jahren. Computerarbeit im Stahl- und Walzwerk Brandenburg, in: Zeithistorische Forschungen/Studies in Contemporary History 22 (2026), H. 2: Die Dynamik der Digitalisierung. Perspektiven seit den 1970er Jahren, hg. v. Michael Homberg/Christopher Neumaier (i.E.).
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3
Industriemuseum Brandenburg an der Havel: Archiv 1969-1979: Wandzeitung, S. 32.
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4
Wandzeitungen waren ein Propagandamittel, das vor allem der Freie Deutsche Gewerkschaftsbund (FDGB) in den 1950er Jahren mit mäßigem Erfolg propagiert hatte. Es sollte der Kritik bzw. Selbstkritik dienen und damit die Produktionsmethoden und den Arbeitseinsatz im Betrieb verbessern. Vgl. Dieter Dowe/Karlheinz Kuba/Manfred Wilke (Hg.), FDGB-Lexikon. Funktion, Struktur, Kader und Entwicklung einer Massenorganisation der SED (1945-1990), Berlin 2009, https://library.fes.de/FDGB-Lexikon/texte/sachteil/w/Wandzeitung.html.
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5
Wandzeitung, S. 2.
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6
Ebd., S. 23.
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7
Ebd., S. 13.
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8
Ich habe im März und April 2025 mit sechs Personen gesprochen. Zwei Interviews wurden in einem Büro des Industriemuseums Brandenburg an der Havel geführt, die restlichen bei den Zeitzeug:innen zuhause. Alle der interviewten Personen arbeiteten im ORZ des Stahl- und Walzwerkes und sollten zu Beginn zunächst einmal ihre berufliche Laufbahn erzählen, bevor ich konkretere Fragen gestellt habe.
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9
Interview mit Zeitzeuge II, März/April 2025, S. 21.
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10
Mehrere Zeitzeug:innen (siehe Fußnote 8) berichteten unabhängig voneinander von der Zeitung.
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11
Vgl. dazu Interview mit Zeitzeuge II, März/April 2025, S. 20f.
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12
Vgl. dazu Mar Hicks, Programmed Inequality. How Britain Discarded Women Technologists and Lost its Edge in Computing, Cambridge, MA 2017. Vgl. auch Nathan Ensmenger, The Computer Boys Take Over. Computers, Programmers, and the Politics of Technical Expertise, Cambridge, Mass. 2010, online https://www.mondotheque.be/wiki/images/0/0b/Ensmenger_The_Computer_Boys_Take_Over%28BookZZ.org%29.pdf. Betrachtet man die Situation aus einer globalen Perspektive, zeigt sich ein weiterer Aspekt von Ungleichheit. Gerade Computer-Dienstleistungen wurden und werden von »westlichen« Staaten oft in den Globalen Süden ausgelagert. Vgl. dazu Michael Homberg, Mensch | Mikrochip. Die Globalisierung der Arbeitswelten in der Computerindustrie 1960 bis 2000 – Fragen, Perspektiven, Thesen, in: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte 66 (2018) H. 2, S. 267-293, online https://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/2018_2_3_homberg.pdf.
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13
Vgl. dazu Peter Hübner, Arbeit, Arbeiter und Technik in der DDR 1971 bis 1989. Zwischen Fordismus und digitaler Revolution, Bonn 2014; Martin Schmitt, Die Digitalisierung der Kreditwirtschaft. Computereinsatz in den Sparkassen der Bundesrepublik und der DDR 1957-1991, Göttingen 2021; Rüdiger Hachtmann, Rationalisierung, Automatisierung, Digitalisierung. Arbeit im Wandel, in: Frank Bösch (Hg.), Geteilte Geschichte. Ost- und Westdeutschland 1970-2000, Göttingen 2015, S. 195-238.
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14
Julia Gül Erdogan, Avantgarde der Computernutzung. Hackerkulturen der Bundesrepublik und der DDR, Göttingen 2021, S. 177.
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15
Kleinmann, Digitalisierung, S. 16f.
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16
Wandzeitung, S. 1f.
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17
Ebd., S. 13.
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18
Brandenburgisches Landeshauptarchiv (BLHA): 1715: Fluktuationsanalyse 1985, Punkt 6.
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19
Vgl. dazu Henrike Voigtländer, Sexismus im Betrieb. Geschlecht und Herrschaft in der DDR-Industrie, Berlin 2023.
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20
Vgl. dazu Dolores Augustine, Berufliches Selbstbild, Arbeitshabitus und Mentalitätsstrukturen von Software-Experten der DDR, in: Peter Hübner (Hg.), Eliten im Sozialismus. Beiträge zur Sozialgeschichte der DDR, Köln 1999, S. 405-433, online https://zeitgeschichte-digital.de/doks/frontdoor/deliver/index/docId/933/file/augustine_software-experten_ddr_1999_de.pdf, sowie dies., Red Prometheus. Engineering and Dictatorship in East Germany, 1945-1990, Cambridge, MA 2007.
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21
Hans-Hermann Hertle/Hans-Wilhelm Saure (Hg.), Ausgelacht. DDR-Witze aus den Geheimakten des BND, Berlin 2015, S. 14f.
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22
Ebd., S. 18f.
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23
Im März 2026 erschien zudem ein Comic unter dem Titel »Das blaue Wunder. Wie der Computer ins Stahl- und Walzwerk Brandenburg an der Havel kam« als Preprint (er wird im Herbst 2026 in der Reihe des Deutschen Museums »DM-Studies« erscheinen). Die Veröffentlichungen demonstrieren, welche lokalen Besonderheiten sich in Brandenburg an der Havel zeigen, aber auch, wo die quellenbedingten Grenzen historischer Forschung liegen.